Das Kurssystem

Ihre Ausbildungsgruppe trifft sich in der Regel einmal im Monat. Sie praktizieren Analytische Gestalttherapie in Selbst­erfahrungs­einheiten – als KlientIn und TherapeutIn -, lernen die theoretischen Konzepte kennen und haben Raum für eigene Themen und aufkommende Fragen. Dabei wird in jedem Workshop ein anderer Schwerpunkt in Praxis und Theorie umgesetzt.

Einmal im Jahr nehmen Sie an einem drei- und einem fünf-tägigen Intensivseminar teil. Diese finden in einem Seminarhaus in der Umgebung von Bonn statt. Sie können sich in diesen Tagen vollkommen auf die gestalttherapeutische Arbeit und ihre Wirkung konzentrieren. Die besondere Atmosphäre der mehrtägigen Workshops trägt maßgeblich dazu bei, persönliche Erfahrungen zu verdichten und tiefe Einsichten zu gewinnen.

Die Ausbildung in Analytischer Gestalttherapie gliedert sich in mehrere Zertifizierungsstufen. Die einzelnen Module bauen aufeinander auf und können mit einem Kolloquium separat abgeschlossen werden.

Die Abschlüsse orientieren sich an den Richtlinien der Fachverbände – insbesondere der Deutschen Vereinigung für Gestalttherapie (DVG) und der European Association for Gestalt Therapy (EAGT). Die anfallenden Gebühren pro Jahr sind abhängig von der Anzahl der Seminare im jeweiligen Ausbildungsabschnitt.

Theoretische Kenntnisse, therapeutische Fähigkeiten, Selbst-Gewahrsein und Verantwortung bilden im persönlichen Zentrum eine integrierte Einheit. Deshalb ist die Arbeit am eigenen individuellen Prozess ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Wir sind davon überzeugt, dass ein/e erfolgreiche/r BeraterIn oder TherapeutIn nicht die Kopie eines Lehrers sein kann. Vielmehr muss jede/r Einzelne die Echtheit dessen, was wir lehren, in sich selbst wiederfinden und in der Praxis reflektieren. Während der Ausbildung werden die theoretischen Konzepte, die Arbeit am eigenen Prozess und die Entwicklung der persönlichen Rollenkompetenz eng miteinander verzahnt. Wir begleiten Sie darin, ihren eigenen therapeutischen Stil zu entwickeln.

In jedem Ausbildungsjahr werden mindestens 160 trainerbegleitete Ausbildungsstunden in Seminaren geleistet. Hier finden Selbsterfahrung, Theorievermittlung und integrale Übungspraxis statt; außerdem die Supervision der Arbeit mit Klienten aus den Berufsfeldern der TeilnehmerInnen.
Ab dem zweiten Jahr kommt die Lehrtherapie hinzu.

Ungefähr 100 – 150 Stunden im Jahr entfallen auf
die Aufarbeitung der Literatur und das selbständige Theoriestudium, Peergruppen und kollegiale Supervision,
die Arbeit mit Klienten und Falldokumentationen.